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11.12.2017
Kategorie: Allgemein, Pressemitteilungen, Pressemitteilungen_17

Klinikum Görlitz stärkt Krankenhaushygiene

Görlitz, 11.12.2017


Elf Hygienebeauftragte haben erfolgreich eine deutschlandweit anerkannte zusätzliche Qualifikation zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen abgeschlossen.

 

Das Klinikum Görlitz qualifiziert seine hygienebeauftragten Pflegekräfte mit einem 40-stündigen Grundkurs weiter. Das Besondere ist, dass diese Weiterbildung von der Vereinigung der Hygienefachkräfte Deutschland e.V. (VHD) zertifiziert und somit deutschlandweit anerkannt ist. „Die Hygienebeauftragten sind auf jeder Station, in Funktionsbereichen und im OP tätig. Sie sind wertvolle Mittler und Multiplikatoren für die Umsetzung von Hygienemaßnahmen“, sagt Cornelia Seidel. Sie ist als leitende Hygienefachkraft hauptamtlich für die Vermittlung von Maßnahmen und Inhalten von Hygieneplänen zuständig. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Birgit Götz setzt sie sich für die Prävention von Krankenhausinfektionen ein.

 

Die Schulung der hygienebeauftragten Pflegekräfte ist bereits die zweite, so dass nun insgesamt 25 Mitarbeiter diese Qualifikation tragen. „In fünf Modulen haben wir mit Unterstützung von Gastreferenten das bereits vorhandene Basiswissen der Hygienebeauftragten erweitert“, sagt Cornelia Seidel. Im Kurs wurde Wissen zu Gesetzlichkeiten, Infektionskrankheiten, Ausbruchsmanagement, Multiresistenten Erregern, Aufbereitung von Medizinprodukten, im Krankenhaus erworbenen Infektionen, Grundlagen der Mikrobiologie und vielem mehr vermittelt.

                                                                                                          

„Wir sind sehr stolz auf diese deutschlandweit anerkannte Qualifizierung“, sagt Cornelia Seidel. Sie selbst hat Gesundheitsmanagement mit der Vertiefung Hygienemanagement studiert. Krankenhäuser in Sachsen sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, die Hygienebeauftragten mit diesem modular aufgebauten Grundkurs fortzubilden. Trotzdem hat sich das Klinikum dazu entschlossen, „um unserem Personal die entsprechende Qualifizierung zu ermöglichen. Sie tragen mit ihrem Wissen zur eigenen und zur Sicherheit der Patienten bei“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder.

 

Die Krankenhaushygiene hat besonders in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen, denn viele Veränderungen im Gesundheitsbereich haben die Anforderungen an die Hygiene deutlich erhöht. Auch auf Grund der Zunahme von Infektionen mit multiresistenten Keimen hat dieses Thema eine hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreicht. Infektionen, die im zeitlichen Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen stehen (so genannte nosokomiale Infektionen) gehören zu den häufigsten Komplikationen medizinischer Behandlungen. Eine professionelle Krankenhaushygiene ist deshalb elementarer Bestandteil des Qualitäts- und Risikomanagements. Sie steht unter der Leitung eines Arztes und ist an oberster Stelle in der Medizinischen Direktion im Klinikum angesiedelt.